Amtliche Bekanntmachungen

Planfeststellungsverfahren gemäß § 43 Energiewirts

Planfeststellungsverfahren gemäß § 43 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Antragsteller: TenneT TSO GmbH
Projekt: 380-kV- Höchstspannungsverbindung Wahle – Mecklar, Abschnitt: Landesgrenze Niedersachsen – Umspannwerk Mecklar

hier: Auslegung der Planänderungsunterlagen (Deckblatt) gemäß § 73 Abs. 3 Hessisches Verwaltungsverfahrensgesetz (HVwVfG) i.V.m. § 43a EnWG
Die TenneT TSO GmbH plant den Bau und Betrieb einer 380-kV-Höchstspannungsleitung. Die Leitung soll von Wahle in Niedersachsen bis nach Mecklar in Hessen verlaufen. Das Vorhaben erstreckt sich von der Landesgrenze Hessen – Niedersachsen in der Gemeinde Niestetal bis zum Umspannwerk Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau über eine Länge von ca. 65 km.

Für das oben genannte Projekt ist die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens gemäß § 43 EnWG erforderlich.
Darüber hinaus bedarf das Projekt gemäß Nr. 19.1.1 der Anlage 1 UVPG einer Umweltverträglichkeitsprüfung.

Zuständige Anhörungsbehörde und Planfeststellungsbehörde ist nach der Verordnung über Zuständigkeiten nach dem Energiewirtschaftsgesetz für das Land Hessen das Regierungspräsidium Kassel.
Dieses Vorhaben soll vor dem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens in Form eines Deckblatts geändert werden.

Ausschließlich diese Änderung ist Gegenstand dieser Öffentlichkeitsbeteiligung.

Das Deckblatt umfasst die vorgesehenen Planänderungen und besteht aus 13 Ordnern.
Sich durch die Planänderung ergebende Auswirkungen auf die Umwelt sind hierbei in den Abschnitten I.06, “Immissionsbericht“, I.10 „Gesamtheitliches Kompensationskonzept“, I.12 „Ergänzende Unterlagen Hydrogeologie und WRRL“ und I.13.1 bis I.13.23, jeweils Anhang C „Umweltfachliche Karten/Pläne“ enthalten.

Der Plan in seiner ursprünglichen Fassung wird ergänzend nachrichtlich mit offen gelegt.
Er ist nicht mehr Gegenstand der Öffentlichkeitsbeteiligung. Die diesbezügliche Beteiligung der Öffentlichkeit hat bereits abschließend stattgefunden.
Bei diesen Unterlagen handelt es sich um einen Plan zur Errichtung und zum Betrieb einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung (bestehend aus 20 Ordnern), die unter anderem auch bedeutsame Angaben für die Umweltverträglichkeitsprüfung enthalten. Hierzu wird insbesondere auf die Umweltverträglichkeitsuntersuchung (Kapitel 12, Ordner 8 bis 13), die NATURA 2000-Verträglichkeitsstudie (Kapitel 16, Ordner 15), den Landschaftspflegerischen Begleitplan (Kapitel 12, Ordner 9 und 13) sowie die artenschutzrechtliche Betrachtung (Kapitel 17, Ordner 16) Bezug genommen.Gemäß § 73 Abs. 2 und 3 Hessisches Verwaltungsverfahrensgesetz (HVwVfG) sind die Planunterlagen in den Gemeinden, in welchen sich das Vorhaben auswirkt, für die Dauer eines Monats zur Einsicht auszulegen.

Die Planunterlagen liegen im Bauamt der Gemeindeverwaltung Guxhagen, Raum 101
jeweils vom 17.07.2017 bis zum 16.08.2017 während der Dienstzeiten (Montags – Freitags in der Zeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr, zusätzlich Montags von 13:30 Uhr bis 15:30 und Donnerstags von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr) zur Einsicht aus.

In diesem Zeitraum sind sowohl der Ursprungsplan als auch die hier gegenständlichen Planänderungen auch auf der Internetseite des Regierungspräsidium Kassel

https://rp-kassel.hessen.de

öffentlich zugänglich.

Maßgeblich ist der Inhalt der öffentlich ausgelegten Unterlagen.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann während der Auslegung und innerhalb eines Monats nach Ablauf der Auslegungsfrist, das heißt bis zum 18.09.2017, Einwendungen gegen die Planänderung erheben.

Die Erhebung von Einwendungen ist schriftlich oder zur Niederschrift entweder bei der

Gemeinde Guxhagen während der Dienstzeiten (Montags – Freitags in der Zeit von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr, zusätzlich Montags von 13:30 Uhr bis 15:30 und Donnerstags von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr), oder

beim Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Immissions- und Energiewirtschaft, Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld, während der Dienstzeiten (montags – donnerstags in der Zeit von 09:00 – 15:30 Uhr und freitags von 09:00 – 12:00 Uhr),

sowie elektronisch über die E-Mail-Adresse

Einwendungen_I_33-2@rpks.hessen.de

möglich.

Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Soweit Name und Anschrift bei Bekanntgabe der Einwendungen an die Antragstellerin oder an die im Verfahren beteiligten Behörden unkenntlich gemacht werden sollen, ist hierauf im Einwendungsschreiben hinzuweisen. In diesem Fall sind die Gründe mitzuteilen, welche Nachteile durch die Weitergabe der Daten befürchtet werden.

Die vom Bund oder Land anerkannten Naturschutzvereinigungen sowie sonstigen Vereinigungen, soweit diese sich für den Umweltschutz einsetzen und zur Einlegung von Rechtsbehelfen in Umweltangelegenheiten vorgesehenen Verfahren anerkannt sind (Vereinigungen), werden hiermit benachrichtigt.
Ihnen wird zusätzlich die Gelegenheit gegeben bis zum 18.09.2017 zu dem Vorhaben, gegenüber der Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde, dem Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Immissions- und Energiewirtschaft, Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld, Stellung zu nehmen.
Stellungnahmen die nach dem vor genannten Termin eingehen sind ausgeschlossen.

Weitere Informationen zu dem Vorhaben sind auf Anfrage beim Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Immissions- und Strahlenschutz, Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld (Tel.: 06621/406-845 oder -865) erhältlich.
Bis zum Abschluss der Einwendungsfrist, d.h. bis zum 18.09.2017 können dem Regierungspräsidium Kassel zu dem Vorhaben Äußerungen und Fragen übermittelt werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass solche Äußerungen und Fragen von dem Regierungspräsidium Kassel nicht als Einwendungen aufgefasst werden, sofern nicht ausdrücklich in den Äußerungen darauf hingewiesen wird, dass es sich auch um eine Einwendung gegen den Plan handelt.

Nach Ablauf der Einwendungsfrist wird durch die Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde eine Erörterung anberaumt.
An diesem Termin werden die rechtzeitig erhobenen Einwendungen gegen den Plan und die Stellungnahmen der Behörden und den Vereinigungen zu dem Plan mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Vereinigungen die fristgerecht Stellung genommen haben, den Betroffenen und den Personen, welche fristgerecht Einwendungen erhoben haben, erörtert.
Der Erörterungstermin wird in diesem Fall mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt gemacht. Diejenigen Personen, welche fristgerecht Einwendungen erhoben haben und die Vereinigungen die fristgerecht Stellung genommen haben, werden von dem noch festzusetzenden Erörterungstermin benachrichtigt.
Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so kann dies durch öffentliche Bekanntmachung geschehen. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin auch ohne ihn verhandelt werden kann.

Über die Zulässigkeit des Vorhabens wird durch Planfeststellungsbeschluss entschieden. Ist das Vorhaben zulassungsfähig, ergeht ggf. unter Aufnahme von Nebenbestimmungen ein positiver Planfeststellungsbeschluss. Ist das Vorhaben ganz oder teilweise nicht zulassungsfähig, kann die Planfeststellung ganz oder teilweise abgelehnt werden.

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind.

Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 22 „Auf dem faulen Borne“6. Änderung des Flächennutzungsplanes Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB
Gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2414), zuletzt geändert durch Gesetzes vom 04.05.2017 (BGBl. I S. 1057), werden die o. g. Planungen öffentlich ausgelegt.

Ziel und Zweck der Planung
Ziel ist die Ausweisung eines Sonstigen Sondergebietes gem. § 11 Abs. 2 BauNVO mit der Zweckbestimmung Photovoltaik-Freiflächenanlage. Innerhalb der Planbereichsfläche ist die Aufstellung von Photovoltaikelementen vorgesehen. Die Photovoltaikelemente werden entsprechend der Modulkonzeption auf Modultischen mit Leichtkonstruktion befestigt. Mit einer geplanten Modulfläche von ca. 4.537 m⊃2; erreicht die Photovoltaikanlage eine Leistung bis zu 750 kWp. Das Vorhaben entspricht der Zielsetzung der Bundesregierung zur Erhöhung des Energieaufkommens aus regenerativen Energien in einem mittelfristigen Zeitraum.

Abgrenzung
Das Verfahrensgebiet des Bebauungsplanes sowie der 6. Änderung des Flächennutzungsplanes befindet sich in der Gemarkung Guxhagen und umfasst die in der Flur 3 liegenden Flurstücke 15/7, 15/10, 15/211 und 16/2.
Die Fläche wird im Nordwesten durch die Bundesautobahn A7, im Osten und Westen durch Flächen der Landwirtschaft und im Süden durch die vorhandene Bebauung begrenzt.

Beteiligung der Öffentlichkeit
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Guxhagen hat in ihrer Sitzung am 06.07.2017 die öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplanes Nr. 22 „Auf dem faulen Borne“ sowie des Entwurfs der 6. Änderung des Flächennutzungsplanes (Parallelverfahren) gem. § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen.

Die Entwürfe der Bauleitpläne, die jeweilige dazugehörige Begründung sowie die wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen liegen vom

21.07.2017 bis einschließlich 22.08.2017

in der Gemeindeverwaltung Guxhagen, Zum Ehrenhain 2, Zimmer 105, 34302 Guxhagen, während der Dienstzeiten der Verwaltung

Montag bis Freitag 8.00 – 12.00 Uhr
Montag 13.30 – 15.30 Uhr
und Donnerstag 14.00 – 17.30 Uhr
sowie nach Vereinbarung öffentlich aus.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Sie können schriftlich beim Gemeindevorstand der Gemeinde Guxhagen, Zum Ehrenhain 2, 34302 Guxhagen, eingereicht oder zur Niederschrift erklärt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitplanung unberücksichtigt bleiben können und dass ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung (Normenkontrollantrag) unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass die Vorbereitung und Durchführung von Verfahrensschritten gem. § 2 BauGB einem Dritten (privaten Planungsbüro) übertragen werden kann.

Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung (gem. § 3 Abs. 1 BauGB) bei gleichzeitiger Beteiligung der Behörden (gem. § 4 Abs. 1 BauGB) sind folgende Stellungnahmen mit wesentlichen umweltrelevanten Informationen eingegangen, bzw. umweltrelevanten Themen angesprochen worden:

Regierungspräsidium Kassel, Umwelt- und Naturschutz:
Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen zum Schutz des Bodens wurden beschrieben. Entsprechenden bodenfunktionsbezogene Kompensations- bzw. Ausgleichmaßnahmen sind noch zu ergänzen.

Untere Naturschutzbehörde des Schwalm-Eder-Kreises:
Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass der Biotopschutz gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), das Europäische Netz "Natura 2000" gemäß § 31 ff BNatSchG, Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie nicht betroffen sind. Zum Artenschutz gemäß § 44 ff Bundesnaturschutzgesetz liegen keine floristischen bzw. faunistischen Daten aus dem Planungsbereich vor.

NABU Schwalm-Eder:
Aus Sicht des NABU ist ein externer Ausgleich nötig.

Sonstige Stellungnahmen mit wesentlichen umweltbezogenen Inhalten sind nicht eingegangen.

Umweltbezogene Informationen
[1] Umweltbericht zur Flächennutzungsplanänderung und zum Bebauungsplan
[2] Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen
[3] Darstellung anderer Planungsmöglichkeiten
[4] Maßnahmen zur Überwachung der Auswirkungen
[5] Die im Rahmen der Beteiligung nach § 4 (1) BauGB eingegangenen Stellungnahmen.

Hinsichtlich der Umweltbelange wurden im Hinblick auf die Wirkfaktoren der geplanten Solarfläche insbesondere die Auswirkungen auf den Menschen, auf Tiere und Pflanzen, auf Boden und Wasser, auf Klima und Luft sowie auf Kulturgüter und das Landschaftsbild geprüft.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Mensch finden sich in [1], [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Störwirkungen, gewerblicher Lärm, Verkehrslärm, Abfall

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Tiere
finden sich in [1], [2], [5] (Stellungnahme Untere Naturschutzbehörde, v. 19.05.2017).Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Lebensraumpotenzial des Plangebietes für Brutvögel, Reptilien und Schmetterlinge, Auswirkungen durch Lebensraumverlust, Bewertung von Störungen, Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Pflanzen
finden sich in [1], [2], [5] (Stellungnahme Untere Naturschutzbehörde, v. 19.05.2017).Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Flächennutzung und Biotopausstattung im Gellungsbereich, gesetzlich geschützte Biotope, Auswirkungen durch Lebensraumverlust, Vermeldungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Boden und Wasser
finden sich in [1], [2], [5] (Stellungnahme Regierungspräsidium Kassel, Umwelt- und Arbeitsschutz v. 02.05.2017).
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Bodenarten, Flächennutzung, Grundwasser, Wasserspeichervermögen, Eingriffe durch Bebauung und Erschließung, Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Klima und Luft
finden sich in [1], [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: überörtliche und lokale Klimasituation, Luftqualität, Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Kulturgüter
finden sich in [1]; [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Kultur- und Sachgüter

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Landschaftsbild
finden sich in [1], [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Betrachtungsraum, Auswirkungen durch visuelle Veränderungen.

Guxhagen, den 07.07.2017
Der Gemeindevorstand

Gemeinde Guxhagen
gez. E. Slawik (Bürgermeister)

Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 21 „Auf der Lehmkaute“5. Änderung des Flächennutzungsplanes Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB
Gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2414), zuletzt geändert durch Gesetzes vom 04.05.2017 (BGBl. I S. 1057), werden die o. g. Planungen öffentlich ausgelegt.

5. Änderung des Flächennutzungsplanes

Ziel und Zweck der Änderungsplanung

Im Rahmen der vorbereitenden Bauleitplanung wird die bisher als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesene Teilfläche A in eine Wohnbaufläche gem. § 1 Abs. 1 Nr. 1 BauNVO und die bisher als Gemischte Baufläche ausgewiesenen Teilflächen B und C in eine Fläche für die Landwirtschaft gem. § 9 (1) 18a BauGB umgewandelt.

Abrenzung

Das Verfahrensgebiet des Änderungsplanes zum Flächennutzungsplan umfasst die Teilflächen A bis C.

Teilfläche A
Die ca. 14.620 m2 große Teilfläche A befindet sich in der Gemarkung Guxhagen und umfasst die in der Flur 5 liegenden Flurstücke 114/10 (tlw.), 109/21 (tlw.). 112/4, 109/22, 111/4, 109/14, 150/3, 150/4, 109/5, 109/12109/13, 109/9 und 109/7. Die Fläche wird im Norden durch die unterirdisch verlaufende Bahnstrecke Bebra - Kassel und ansonsten durch die vorhandene Bebauung begrenzt.

Teilfläche B
Die ca. 8.900 m2 große Teilfläche B befindet sich in der Gemarkung Guxhagen in der Flur 4 und umfasst eine Teilfläche des Flurstücks154/1. Die Fläche wird begrenzt, im Norden durch die Kreisstraße 155, im Osten und Süden durch Flächen der Landwirtschaft sowie im Osten durch die vorhandene Wohnbebauung.

Teilfläche C
Die ca. 5.800 m2 große Teilfläche C befindet sich in der Gemarkung Wollrode in der Flur 4 und umfasst das Flurstück48/5. Die Fläche wird begrenzt, im Norden durch die vorhandene Bebauung, im Osten durch die Schulstraße und im Süden sowie Westen durch Flächen der Landwirtschaft.

Bebauungsplan Nr. 21 „Auf der Lehmkaute“
Ziel und Zweck der Planung

Ziel ist die Ausweisung einer bedarfsgerechten Wohnbaufläche im Ortsteil Guxhagen. Nach dem jetzigen Stand der Planung können 15 Grundstücke für eine Einzelhausbebauung und 3 Grundstücke für eine Doppelhausbebauung zur Verfügung gestellt werden.
Entsprechend der Nachfrage soll eine Bebauung mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern zulässig sein. Die Entwicklungsfläche wird von der Tunnelstraße aus über einen neuen Erschließungsring mit untergeordneten Stichstraßen erschlossen.

Das Verfahrensgebiet des Bebauungsplanes befindet sich in der Gemarkung Guxhagen und umfasst die in der Flur 5 liegenden Flurstücke 111/4, 109/14, 150/3, 150/4, 109/5, 109/12, 109/13, 109/9 und 109/7.

Die Fläche wird im Norden durch die unterirdisch verlaufende Bahnstrecke Bebra - Kassel und ansonsten durch die vorhandene Bebauung begrenzt.

Beteiligung der Öffentlichkeit
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Guxhagen hat in ihrer Sitzung am 06.07.2017 die öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplanes Nr. 22 „Auf dem faulen Borne“ sowie des Entwurfs der 6. Änderung des Flächennutzungsplanes (Parallelverfahren) gem. § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen.

Die Entwürfe der Bauleitpläne, die jeweilige dazugehörige Begründung sowie die wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen liegen vom 21.07.2017 bis einschließlich 22.08.2017

in der Gemeindeverwaltung Guxhagen, Zum Ehrenhain 2, Zimmer 105, 34302 Guxhagen, während der Dienstzeiten der Verwaltung

Montag bis Freitag 8.00 – 12.00 Uhr
Montag 13.30 – 15.30 Uhr
und Donnerstag 14.00 – 17.30 Uhr

sowie nach Vereinbarung öffentlich aus.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Sie können schriftlich beim Gemeindevorstand der Gemeinde Guxhagen, Zum Ehrenhain 2, 34302 Guxhagen, eingereicht oder zur Niederschrift erklärt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitplanung unberücksichtigt bleiben können und dass ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung (Normenkontrollantrag) unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass die Vorbereitung und Durchführung von Verfahrensschritten gem. § 2 BauGB einem Dritten (privaten Planungsbüro) übertragen werden kann.

Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung (gem. § 3 Abs. 1 BauGB) bei gleichzeitiger Beteiligung der Behörden (gem. § 4 Abs. 1 BauGB) sind folgende Stellungnahmen mit wesentlichen umweltrelevanten Informationen eingegangen, bzw. umweltrelevanten Themen angesprochen worden:

Regierungspräsidium Kassel, Immissionsschutz:
Es bestehen keine grundsätzlichen Bedenken. Es wurde angeregt, die Abstandsempfehlungen aus den ergänzenden Hinweisen zum Abstandserlass des Landes Nordrhein-Westfalen in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

Regierungspräsidium Kassel, Umwelt- und Arbeitsschutz:
Hinweise zu Altlastenstandorten und Altablagerungen im Umfeld des Standortes Teilfläche C (WOL 2). Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen zum Schutz des Bodens wurden beschrieben. Entsprechenden bodenfunktionsbezogene Kompensations- bzw. Ausgleichmaßnahmen sind noch zu ergänzen.

Untere Naturschutzbehörde des Schwalm-Eder-Kreises:
Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass der Biotopschutz gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), das Europäische Netz "Natura 2000" gemäß § 31 ff BNatSchG, Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie nicht betroffen sind. Zum Artenschutz gemäß § 44 ff Bundesnaturschutzgesetz liegen keine floristischen bzw. faunistischen Daten aus dem Planungsbereich vor.
Zur nördlichen Eingründung des Baugebietes wird eine Breite von 5-10 m angeregt. Die externe Kompensationsfläche ist zu überprüfen.

Sonstige Stellungnahmen mit wesentlichen umweltbezogenen Inhalten sind nicht eingegangen.

Umweltbezogene Informationen

[1] Umweltbericht zur Flächennutzungsplanänderung und zum Bebauungsplan
[2] Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen
[3] Darstellung anderer Planungsmöglichkeiten
[4] Maßnahmen zur Überwachung der Auswirkungen
[5] Die im Rahmen der Beteiligung nach § 4 (1) BauGB eingegangenen Stellungnahmen.

Hinsichtlich der Umweltbelange wurden im Hinblick auf die Wirkfaktoren der geplanten Solarfläche insbesondere die Auswirkungen auf den Menschen, auf Tiere und Pflanzen, auf Boden und Wasser, auf Klima und Luft sowie auf Kulturgüter und das Landschaftsbild geprüft.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Mensch
finden sich in [1], [2]; [5] (Stellungnahme Regierungspräsidium Kassel, Immissionsschutz v. 01.11.2016).
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Störwirkungen, gewerblicher Lärm, Verkehrslärm, Abfall

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Tiere
finden sich in [1], [2], [5] (Stellungnahme Untere Naturschutzbehörde, v. 23.11.2016).Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Lebensraumpotenzial des Plangebietes für Brutvögel, Reptilien und Schmetterlinge, Auswirkungen durch Lebensraumverlust, Bewertung von Störungen, Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Pflanzen
finden sich in [1], [2], [5] (Stellungnahme Untere Naturschutzbehörde, v. 23.11.2016).Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Flächennutzung und Biotopausstattung im Gellungsbereich, gesetzlich geschützte Biotope, Auswirkungen durch Lebensraumverlust, Vermeldungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Boden und Wasser
finden sich in [1], [2], [5] (Stellungnahme Regierungspräsidium Kassel, Umwelt- und Arbeitsschutz v. 18.11.2016).
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Bodenarten, Flächennutzung, Grundwasser, Wasserspeichervermögen, Eingriffe durch Bebauung und Erschließung, Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Klima und Luft
finden sich in [1], [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: überörtliche und lokale Klimasituation, Luftqualität, Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Kulturgüter
finden sich in [1]; [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Kultur- und Sachgüter

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Landschaftsbild
finden sich in [1], [2].
Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Betrachtungsraum, Auswirkungen durch visuelle Veränderungen.

Guxhagen, den 07.07.2017
Der Gemeindevorstand

Gemeinde Guxhagen
gez. E. Slawik (Bürgermeister)

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