Info-Ecke des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es muss schon gute Gründe geben, um am Freitagnachmittag bei Wetterbedingungen, die keinen Hund vor die Tür locken würden, die warme Stube zu verlassen.
Aber die Grundsteinlegung unserer neuen KiTa am Fuldaberg war ein solcher Grund.
Wenn ich sage „unsere“ KiTa, so stimmt das genau genommen nicht. Denn Eigentümer des ca. 2800 m² großen Geländes auf dem diese KiTa entsteht ist der Evangelische-Lutherische Gertrudenstift aus Baunatal-Großenritte. Er ist auch Bauherr dieses Gebäudes, in dem nach Fertigstellung auf ca. 1000 m² bis zu 87 Kinder in einer Krippengruppe und drei altersgemischten Gruppen betreut werden können.
So waren denn ca. 30 Personen der Einladung von Martin Mittelbach, dem Geschäftsführer des Gertrudenstifts gefolgt, um unter eigens aufgebauten Zelten der Grundsteinlegung beizuwohnen. Eigentlich war der Grundstein ja schon längst gelegt, die Umrisse der künftigen Räume, sowie Säulen und Stützen für die Dachkonstruktion schon eingeschalt und betoniert. Denn Eile ist geboten, wenn das Gebäude bis Weihnachten dicht sein soll, wie Bauleiter Martin Weiser vom Architekturbüro Steyer aus Körle betonte. So wurde denn der „Grundstein“ in Form einer festverschlossenen Zeitkapsel aus Kupfer in einer eigens dafür gelassenen Nische im Mauerwerk eingemauert. Neben den Zeitzeugnissen wie der HNA-Regionalausgabe Melsungen vom 10.Nov. 2017, Euro-Münzen, Baupläne, überbrachten die beiden Leiterinnen von der „Sonnenwiese“ und dem „Träumeland“, Rita Hampel und Marion Kunz noch von ihren KiTa-Kindern gemalte Bilder, die so zahlreich waren, das sie fast gar nicht alle in die Zeitkapsel hinein passten.
Es war und ist ein ambitioniertes Projekt. Angefangen von der Feststellung des Bedarfs Anfang 2016, der Erkenntnis, dass Zwischen- und Behelfslösungen entweder nicht praktikabel oder aus rechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig waren, bis zu der Entscheidung der Gemeindevertretung im Dezember letzten Jahres, dass ein Neubau kommen soll.
War die Entscheidung, die Betreuung unserer Kinder in die Hände des Gertrudenstifts zu legen angesichts der Solidität und des Vertrauens das sich im Zuge der Verhandlungen zu der Gewissheit verdichtete, mit dem Gertrudenstift den richtigen Partner gefunden zu haben, schnell getroffen, so war die Standortentscheidung heiß diskutiert.
Da aber nur am Fuldaberg wegen der Nähe der zukünftigen, ebenfalls vom Gertrudenstift betriebenen Altenpflegeeinrichtung Synergien gehoben werden können, stimmten auch die Verfechter einer Lösung für das Vitos- Gelände im ehemaligen Klosterbereich dem Fuldaberg –Standort zu.

Der Betreibervertrag mit dem Gertrudenstift hat eine 15-jährige Laufzeit mit Verlängerungsoption und regelt u.a. die jährliche Zuzahlung der Gemeinde zu den ungedeckten Aufwendungen des Betriebs. Arbeitgeber und Dienstherr der künftigen Mitarbeiter ist der Gertrudenstift. Er organisiert und überwacht den Einsatz der Betreuungskräfte. Die Betreuungszeiten, die Gebührenhöhe, letztlich welche Kinder die neue Einrichtung besuchen ergibt sich aus unser Benutzungs- und Gebührensatzung. Die Organisation und Zuständigkeit liegt bei der Gemeindeverwaltung. Der Stundenanteil für die Kindergartenverwaltung lag 2009 bei 25 % und hat sich bis heute auf 40-50% erhöht. Die Gründe hierfür liegen in der hohen Flexibilität bei den Buchungsmöglichkeiten der Betreuungszeiten, individuellen Zukaufstunden, individuellen Ferienbetreuungszeiten gem. unserer KiTa-Satzungen, Sozialkomponenten bei der Gebührenermittlung sowie Mehraufwand für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben durch das KiföG und andere Verwaltungsvorschriften. Durch die weitere KiTa wird sich der weitere notwendige wöchentliche Stundenbedarf auf dann 24-28 Std.erhöhen. Da die Mitarbeiterin mit diesem Aufgabengebiet nahezu ausgelastet ist, wird es erforderlich, die ihrem Sachgebiet weiter zugewiesenen Aufgaben auf eine andere Kraft zu übertragen. Im Rahmen des von der Gemeindevertretung verbindlich beschlossenen Zielfindungskonzepts ergeben sich weitere Aufgabenbereiche wie Präsentation einer ggf. neuen, auf jeden Fall überarbeiteten Homepage einschließlich aller öffentlichen Niederschriften der gemeindlichen Gremien, die Ausweitung der Internetaktivitäten, Verbesserung der Zusammenarbeit / Kommunikation zwischen den Gremien und der Verwaltung, schließlich die Ausrichtung der Verwaltung wie auch der Gremien auf ein E-Goverment-System. Aufgaben der Tourismusförderung und besonders der Zusammenarbeit mit der TAG-Touristische Arbeitsgemeinschaft Melsunger Land werden ebenfalls diesem neuen Sachgebiet zugeordnet. Die Stelle kann mit einer Mitarbeiterin, die sich momentan in Elternzeit befindet, ab dem 01.06.2018 besetzt werden.
Die Breitenau, genauer das Mischgebiet am Hotel „Montana“ ist momentan der Hot Spot der Gemeinde. War das Hotel bislang das markante Gebäude um diesen Bereich zu charakterisieren, so wird sich das ab dem letzten Wochenende wohl ändern. Das Gebäude, das künftig diesen Bereich prägen wird, ist das „Blue“, der Inbegriff für ultra modernes Trainieren, Fitness, Wellness, Spa und vielleicht der gesellschaftliche Treffpunkt gesundheitsbewusster Menschen. Ob Profis, wie die Melsunger MT, ambitionierte Hobbysportler oder Menschen, die einfach fit bleiben oder werden wollen. Nach individuellen Wünschen und körperlichen Vorgaben werden die Geräte ausgewählt und die Belastung festgelegt und alles elektronisch auf einem Armband gespeichert. Mit diesem Speicherchip werden die Geräte freigeschaltet, die sich dann automatisch auf die Person des Trainierenden einstellen. Sogar Korrekturen werden gegeben, wenn die Übungen nicht sachgerecht ausgeführt werden.
Künftig wird es wohl heißen, Treffpunkt ist das „Blue“ in Guxhagen, oder mein Kind geht in die KiTa beim „Blue“. Die heißt übrigen nicht „Am Fuldaberg“, sondern wurde „Kleine Grashüpfer“ getauft, was sich aber noch einbürgern muss. Vielleicht macht der Volksmund daraus die „Kleinen Grashüpfer am Fuldaberg“, oder kurz „die Fulle-Hüpfer“… mal abwarten.

Unser Storch ist ja von der Jahreszeit nicht abhängig und brachte fleißig, fleißig die kleine Karlotta am 08.11.2017 in die Taunusstr., sehr zur Freude ihrer Eltern und deren Freunde und Bekannten. Ich gratuliere zu diesem freudigen Ereignis – die junge Dame wird vielleicht ihre ersten Erfahrungen außerhalb der behüteten Umgebung mit Mama und Papa bei den „Kleinen Grashüpfern“ sammeln, wie auch andere der in diesem Jahr so zahlreich Neugeborenen.
Wichtig ist, dass Leben in unsere Gemeinde stattfindet und sich der Neubau füllt!
Ihnen allen eine gute Woche und eine gute Zeit vor den stillen Tagen.

Ihr Bürgermeister
Edgar Slawik

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