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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Fitness-Welle rollt. Nicht nur jetzt, wo man wieder die Freibäder aufsucht und eine gute Figur machen will. Die Vorbereitungen dafür sind vorher, in der kalten Jahreszeit, zu treffen. Also eigentlich ist man das ganze Jahr über im Training. Bikinifigur und Sixpack-Bauch kommen nicht von allein.
Der wachsende Trend zur Selbstvermessung schuf einen riesigen Markt für diverse digitale Helfer, welche die Bewegungsmenge, -abläufe sowie Puls, Blutdruck und Kalorienverbrauch überwachen und in Statistiken und Grafiken überführen.
Für die einen sind sie lebensnotwendig, ein „Must have“ wie es neudeutsch heißt, für die anderen ein Motivationshelfer. Aus den klassischen mechanischen Schrittzählern, wie wir sie von früher kennen, sind digitale Alleskönner geworden. Sie erinnern an Uhren oder Armbänder, registrieren i.d.R. die Schritte und erkennen, welche Sportart ausgeführt wird, weil sie Bewegungsmuster analysieren. Sie liefern außer der Anzahl der zurückgelegten Schritte oder gefahrenen Kilometer noch zusätzlich Werte wie Pulsfrequenz oder Körpertemperatur, messen Höhe und UV-Index, zeichnen per GPS Streckenverläufe auf oder protokollieren die körperliche Aktivität sogar beim Schwimmen, wenn sie wasserdicht sind, was letztlich natürlich mehr kostet. Aber auch Ruhephasen bleiben nicht unbeobachtet. So gehört das Aufzeichnen und Auswerten von Schlafphasen ebenfalls zu den Standardfunktionen. Selbstverständlich kommt ein Signal, wenn es Zeit wird schlafen zu gehen.
Um die Flut der gesammelten Daten auszuwerten, werden diese vom Tracker per Bluetooth an das Smartphone übermittelt und dort mit entsprechenden Apps verarbeitet. Aus den Daten werden dann Grafiken und Statistiken, die veranschaulichen, wie viel man sich am entsprechenden Tag, in der letzten Woche oder Monat bewegt hat.
Die Geräte sind unbestechlich und unerbittlich. So mancher muss abends noch eine Runde drehen, weil er sein Tagessoll von 10.000 Schritten oder anderen Bewegungsäquivalenten noch nicht erreicht hat. Manche brauchen das, um den sog, inneren Schweinehund zu überwinden. Ob man es tatsächlich braucht ist so eine Frage. Denn leicht wird man zum Sklaven seiner App. Im Grunde geht es um die Motivation: warum will ich etwas und was mache ich, um es zu erreichen, Motivation zu definieren, ist gar nicht so einfach. Auf jeden Fall ist es ein inneres Potenzial, das zielgerichtetes Verhalten antreibt. Die Beweggründe, die das Handeln eines Menschen bestimmen trifft man überall in allen Situationen des Lebens.
Im Beruf, Privaten, Sport Gesundheit und für sich persönlich.
Und wenn wir nicht genügend eigene psychische Kraft haben für die Umsetzung von Zielen und das Erreichen des Erfolgs, dann braucht wir einen Motivationstrainer.
Der zeigt einem dann, wie man sein Leben in den Griff bekommt, endlich glücklich und frei zu werden, beruflich erfolgreich zu sein, innere Stärke und motiviert Leistungsbereitschaft zu entwickeln und und und. Sie sind sozusagen Allzweckwaffen für alles und jedes.

Doch zurück zu unseren digitalen Helfern. Die ersetzen mitunter auch einen Motivationstrainer, wenn ich mich per App oder Mail mit anderen vergleiche oder Freunde sportlich herausfordere.
Sie motivieren zumindest für eine gewisse Zeit, wenn sie neu sind. Doch wie jeder Trend nutzt sich auch dieser ab und man steht letztlich wieder allein da, wenn es um Motivation geht. Deswegen geht es nicht ohne andere Menschen. Man braucht Gleichgesinnte, sucht sich am besten eine Gruppe und motiviert sich gegenseitig. Der aus einem gemeinsamen Gruppenerlebnis geweckte Ehrgeiz wird länger bleiben und die motivierende Wirkung der Gruppe wird auf jeden einzelnen abfärben. Sport ist im Verein am schönsten, hieß es einmal früher, in der alten analogen Zeit. Das gilt aber auch für den modernen, digital-affinen Zeitgenossen mit der Smartwatch am Handgelenk, wie die 6:30 Bewegung in Kassel zeigt oder die vielen Gruppen, die sich regelmäßig treffen ob zum Kicken, Radfahren, wandern oder anderem. Und das schöne ist, nach den gemeinsamen Aktivitäten noch zusammen zu bleiben, etwas zu trinken oder essen. Es geht nämlich nicht immer nur um Höchstleistungen. Erlaubt ist, was guttut. Hör auf deinen Körper. Angemessen Sport treiben senkt nicht nur den Stresslevel, sondern ist auch ungeheuer gesund. Ungewöhnlich und mit niedrigem Stresslevel verlief auch die letzte GeVe-Sitzung am 23.05. Von den drei eingereichten Anträgen nahm die CDU zwei zurück weil sie inzwischen erfahren hatte, dass die Verwaltung sie schon umgesetzt hatte. Der verbleibende Antrag, mit dem die Straßenbeitragssatzung abgeschafft werden sollte, hatte es in sich. Zum einen, weil eine schriftliche Begründung fehlte, zum anderen weil noch niemand wusste, wie die Lesung im Hessischen Landtag zum gleichen Thema verlaufen war. Ihr Antrag hätte nichts mit der Landesinitiative zu tun, so der CDU-Fraktionsvorsitzende, man wolle den Verzicht auf Straßenbeiträge aus eigener Kraft schaffen. Mangels näherer Kenntnisse der im Landtag verabschiedeten Neuregelung wollte die SPD einen Änderungsantrag, um die Einnahmeausfälle zu kompensieren schloss sich dann aber dem Verweisungsantrag an. Der Haupt- und Finanzausschuss soll das Thema behandeln, wenn die gesetzlichen Änderungen bekannt und Zahlen aus der Verwaltung vorliegen, auf welche Beträge die Gemeinde bei Wegfall der Straßenbeitragssatzung verzichtet und wie diese kompensiert werden können. Denn eines wurde schon im Vorfeld der Lesung deutlich: der von der Opposition -allen voran der SPD- geforderte vollständige Entfall wurde von Schwarz-Grün abgelehnt, ebenso eine Kompensation für den Einnahmeausfall der Städte und Gemeinden in Höhe von 60 Millionen Euro. Wie sollen die mehrheitlich finanziell klammen Kommunen damit umgehen? Den schwarzen Peter haben sie in jedem Fall: Stress mit den Bürgern beim Fortbestand der Straßenbeiträge oder der Finanzaufsicht bei defizitärer Haushaltslage aufgrund Wegfalls. Wenden wir uns deswegen Erbaulicherem zu und freuen uns auf das Maikonzert des Posaunenchores am 26. Mai im „Wollröder Krug“ und das 48. Sommerfest des TSV Wollrode vom 31.05. bis 03.Juni, wo der Posaunenchor am Samstag beim Dorfabend ebenfalls wieder zu hören sein wird.
Ich freue mich auf schöne Stunden in Wollrode.

Herzlichst
Ihr Bürgermeister Edgar Slawik

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