VOGELSCHUTZ-TIPP Nistkästen aufhängen und kontrollieren

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Aufhängen : wo? wann? wie?
Nistkästen kann man bei günstiger Umgebung (möglichst naturnahe Gestaltung von Hausumfeld und Garten) im Siedlungsbereich aufhängen. Sie können jederzeit angebracht werden. In einem Garten von ca. 500 m² Fläche können mehr als 10 (max. 20) Kästen aufgehängt werden. Das Flugloch soll nicht zur Wetterseite zeigen (am besten im Halbschatten). Auf nicht allgemein zugänglichen Grundstücken erleichtert das Aufhängen in Augenhöhe das Kontrollieren und Reinigen. Damit keine Niederschläge ins Innere gelangen können, muß der Kasten entweder gerade oder leicht nach vorn geneigt angebracht sein.

Welcher Nistkasten für welchen Vogel?
Sehr haltbar sind Kästen aus Holzbeton, aber auch Holzkästen mit entspr. Holzschutzbearbeitung sind geeignet.
Die Vorderseite sollte für Kontrolle und Reinigung leicht zu öffnen sein.
Die folgenden Fluglochgrößen passen jeweils zu den angegebenen Vogelarten:

Durchmesser 26 mm: Blau-, Tannen-, Sumpfmeise; 32 mm: Kohlmeise, Kleiber; 45 mm: Star; große od. mehrere Öffnungen: Halbhöhlen- und Nischenbrüter wie Grauschnäpper, Haus- und Gartenrotschwanz, Bachstelze, Rotkehlchen; seitliche Öffnung: Baumläufer; besonders große Öffnungen: Eulen, Hohltaube

Reinigen der Nistkästen
Die Besiedlung der Kästen durch Flöhe, Wanzen, Zecken u.s.w. ist völlig natürlich.
Nur ein übermäßiges Auftreten dieser Parasiten hat Nachteile für die Vogelbrut. Um dieses zu vermeiden, sollen die Kästen im Spätsommer/Herbst gereinigt werden: Beseitigung des Nistmaterials.
Einige Vogelarten nutzen die Kästen auch im Winter zur Übernachtung bzw. suchen sie zu Brutzwecken fürs kommende Frühjahr schon aus.

Weitere Informationen:
Kraft (Tel. 05665/1052)
Ortsbeauftragter für den Vogelschutz

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