Ortsteile und Geschichte

Luftaufnahme von Ellenberg

Luftaufnahme von Ellenberg

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Guxhagen

Sitz und auch namensgebend für unser heutiges Gemeinwesen wird erstmals als Kukushayn 1352 urkundlich erwähnt. Die Besiedelung des Gebietes reicht aber bis in die jüngere Steinzeit zurück.

Das Dorf Guxhagen stand immer im Schatten des Klosters Breitenau, das älter als der Ort selbst ist und dessen geschichtliche Entwicklung richtungsweisend für den ganzen Raum war. 1113 wurde es von Werner von Grüningen gegründet und als 1119 die ersten 12 Benediktinermönche mit ihrem Abt einzogen, war sicherlich die Bautätigkeit noch nicht beendet, dennoch war das Kloster reichlich mit Ländereien und Zinsrechten in den umliegenden Dörfern versehen. Die Klosterkirche bezeugt auch heute noch den einstigen Reichtum des Klosters, das 1527 von Landgraf Philipp aufgehoben wurde. Durch die Jahrhunderte hindurch wird in Klosterakten immer wieder Bezug auf den Ort genommen, meist in Zusammenhang mit Zinsabgaben. Wir erfahren, wie sich der Name des Ortes wandelt: Kukushayn (1352), Guckishain (1357), Guczhan (1415), Guxhaene (1500), Guxgeshagen (1525) und Guxhain (1579). Im gleichen Jahr tritt auch zum ersten Male der noch heute gebräuchliche Name Guxhagen auf. Eine erste brauchbare Zahl über die Einwohner von Guxhagen liegt aus dem Jahre 1579 vor. Damals existierten 74 Haushaltungen. Rechnen wir im Durchschnitt auf den Haushalt 5 Personen, ergibt das eine Bevölkerungszahl von 370 Personen.

Ab 1840 wurde planmäßig der Wegebau zu den Nachbarorten durchgeführt, zuerst nach Albshausen. 1845 nahm man das folgenträchtigste Unternehmen in Angriff, den Bau der Eisenbahn. 7.000 Arbeiter waren mit diesem Werk beschäftigt. Durch die Fulda ist Guxhagen auch eng mit der Schifffahrt verbunden. Schon im Mittelalter wurden in unbedeutendem Maße Waren auf der Fulda befördert. Von einer planmäßigen Schiffahrt können wir aber erstmals unter der Regierung Landgraf Moritz des Gelehrten sprechen. Ab 1800 verlor die Schifffahrt immer mehr an Bedeutung. Letztendlich erhielt sie den Todesstoß durch die Eröffnung der Eisenbahnlinie.

 

Historische Ansicht der Sellestraße in Guxhagen

Historisches Foto der Sellestraße

Albshausen

Unter der Bezeichnung Alvoldeshusen tritt der Ort kurz nach 1074 in das Licht der Geschichte. Die Klöster Hasungen und Breitenau hatten hier viel Besitz, letzteres mindestens seit 1232, auch das Patronat über die Kapelle.

Durch die Jahrhunderte erhielt sich der Name Alvoldeshusen, bis er sich 1463 in Albeshusen, 1620 Albersharsen und schließlich zu Albshausen wandelte. Das Dorf hatte durchweg landwirtschaftlichen Charakter. Seit frühesten Zeiten führte die alte Verbindungsstraße von Nord nach Süd durch den Ort, die Nürnberger Straße, auch die Poststraße, jetzt B 83.

Büchenwerra

Die ersten Hinweise, die allerdings sehr vage sind, zeugen bereits schon vor 700 auf eine Siedlung auf dem Buchenwerder. Spätestens aber im Jahre 1057, als im Kloster Hersfeld erneut eine Güterübersicht erstellt wird und die nördliche Grenze angeführt wird, begegnen wir dem Ort, der nun Buhcchenenwird genannt wird. Andere Schreibweisen des Ortes sind Buchenwerde (1256), Bochenewerdere (1260), Buchenewerde (1307), Buchewerde (1390) und Buchenwerra (1747).

Büchenwerra ist von seiner Entstehung bis zum Ausgang des 12 Jahrhunderts ein kleiner beachteter Ort gewesen. 1256 erwirkt das Kloster größere Teile der Gemarkung und sorgt für den Aufbau des Dorfes. Es werden 1585 sechs Haushaltungen, 1744 zehn Häuser mit 53 Einwohnern, 1774 elf Häuser und 1840 15 Häuser mit 107 Einwohnern genannt.

Von besonderer Bedeutung war die Fulda. Die Bewohner hatten seit dem frühen Mittelalter Fischereirechte. Nach Eröffnung der Schifffahrt waren sie an den Dreiteldiensten beteiligt. Sicher hat auch das heute noch ausgeübte Handwerk der Binsenflechter einst Material vom Fuldastrand benutzt. Die Fulda richtete durch Hochwasser und Eisgang oft auch erhebliche Schäden an. So erfahren wir, dass 1552 durch Hochwasser 14 Acker Land verwüstet werden. 1720 war wohl das größte Hochwasser überhaupt.

Nach Überlieferung fand der größte Eisgang 1871 statt. Eisschollen mit einer Stärke von 60 cm rissen in Äcker und Wiesen zwei Teiche mit einer Tiefe bis zu 11 m auf einer Fläche von jeweils über 1.000 qm.

Erwähnenswert ist noch, dass Büchenwerra von 1913 bis 1931 eine eigene kleine Dorfschule hatte.

 

Ellenberg

1357 wird der Ort unter der Bezeichnung Ellingberg erstmals urkundlich erwähnt.
Mittelpunkt des Dorfes war und ist die Kirche. Erstmals lesen wir 1585 von ihr als eine Filiale der Mutterkirche von Breitenau. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahre 1787.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde Ellenberg in Kreisen der Geschichtsforscher weit über den nordhessischen Raum hinaus bekannt. An zwei verschiedenen Orten der Gemarkung fand man innerhalb eines Jahrzehnts den sogenannten „kleinen“ und „großen“ Menhir (Men = Stein, hir = lang). Beide stammen etwa aus der Zeit 1800 vor Christi. Der kleine Menhir trägt als Verzierung mehrere Reihen von Dreiecken und wurde am Rande eines Bandgrabes von 9,5 m Durchmesser gefunden und wird als sogenannter Grabwächter (Grabstein) angesprochen. Der große Menhir war zerbrochen, das Mittelstück wurde nicht gefunden, er trägt als Verzierung ein Fischgrätenmuster und wird als Malstein einer frühgeschichtlichen Gerichtsstätte angesehen. Beide Steine befinden sich heute im Landesmuseum Kassel.

 

Impressionen von Ellenberg

Ellenberg

Grebenau

Luftaufnahme von Grebenau

Luftaufnahme von Grebenau

Geschichtsforscher sind sich einig, dass Grebenau bereits im Jahre 786 bestanden hat. Aus dieser Zeit stammt auch die erste Kapelle bzw. Kirche, die Lulluskapelle zu Grebenau.

Die erste nachweisbare Urkunde stammt aus dem Jahre 1057, wobei der Ort mit „Grabenova“ bezeichnet wird. Während des gesamten Mittelalters über und auch noch in der frühen Neuzeit kann Grebenau als typisches Adelsdorf bezeichnet werden.

Die Schule in Grebenau reicht bis in die Zeit vor dem 30jährigen Krieg zurück und stand unmittelbar am Kirchhof, 1864 wurde durch Tausch das Schulgebäude angeschafft, das dann bis 1975 gestanden hat, ehe es abgerissen und an gleicher Stelle ein Feuerwehrgerätehaus erbaut wurde.

Ein denkwürdiges Ereignis für den Ort war der Bau einer Brücke im Jahre 1907 über die Fulda.

 

Wollrode

Der Ort wird 1228 erstmals unter der Bezeichnung „Wolvolderode“ genannt, nachdem vorherige Nennungen von 1155 und 1191 nicht eindeutig belegt werden können. Die Endung „… rode“ des Ortsnamens zeigt eindeutig auf, dass der Ort und seine Gemarkung durch Rodung und Urbarmachung von Waldgelände entstanden ist.
Wie bei nahezu allen Orten hat sich auch der Name Wolvolderode mehrfach geändert. So begegnen wir 1309 der Bezeichnung Walvilderode, 1408 Wolderode.

Weit in die Geschichte zurück reicht auch die Entstehung der ersten Kirche in Wollrode. Sie wird erstmals 1232 erwähnt und steht unter dem Patronat des Klosters Breitenau. Die heutige Kirche hat vermutlich eine längere Bauzeit in Anspruch genommen und wurde 1741, wie über der Tür vermerkt, vollendet. Die Pfarrei Wollrode hat die ältesten erhaltenen Kirchenbücher der umliegenden Ortschaften. Sie reichen weit vor den 30jährigen Krieg zurück.

Erstmals erfahren wir im Jahre 1456 etwas über die Einwohnerzahl, es waren 12 wehrhafte Männer, 1550 hat Wollrode 20 Häuser, 1865 sind es 52 Häuser mit 70 Familien und 354 Seelen, 1940 wurden 439 Personen gezählt.

 

Schornsteinfegerschule

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